Das Landeswappen erinnert an die hochmittelalterliche Epoche zwischen 1079 und 1268, als die in Südwestdeutschland beheimateten Staufer das Herzogtum Schwaben beherrschten und von hier aus die Geschichte des Deutschen Reiches bestimmten.
Im goldenen Schild des Großen Landeswappens lebt das Wappen des staufischen Herzogtums Schwaben fort. Es zeigt drei schreitende
schwarze Löwen mit roten Zungen. Der goldene Schild wird von einem Hirsch und von dem Fabeltier Greif gestützt, die für Württemberg und Baden stehen.
Der sogenannte Kronreif mit neun regionalen Wappen überwölbt das Große Landeswappen. Sechs dieser Wappen stehen für die zwischen dem Mittelalter und dem Ende des Alten Reiches wichtigsten südwestdeutschen Territorien. Drei Wappen symbolisieren die nach der napoleonischen Flurbereinigung übriggebliebenen Staatsgebiete.
Die Mitte der den Schild überspannenden Wappenkrone nehmen in erhöhten
goldenen Schildchen die Wappen Badens und Württembergs ein. Das badische
Wappen, in Gold ein roter Schrägbalken, ist seit 1207 nachweisbar.
Das württembergische Pendant, drei übereinanderliegende schwarze
Hirschstangen im goldenen Schild, seit 1228. In der Wappenkrone des Großen
Landeswappens sehen wir außerdem links die silberroten Spitzen des
"Fränkischen Rechens" für das Herzogtum Ostfranken,
in dem sich staufische Hausmachtsgebiete befanden. Der Silber und Schwarz
geviertelte und seit 1248 belegte "Zollernschild" für die
Hohenzollerischen Lande schließt sich an. Rechts folgen der rot
gekrönte goldene Löwe der Kurpfalz in Schwarz und der für
die vorderösterreichischen Lande im Breisgau, am oberen Neckar, an
der oberen Donau, in Oberschwaben und im Westallgäu stehende
rot-silbern-rote "Bindenschild" Österreichs.
Das Kleine Landeswappen - ohne Schildhalter, Wappenkrone und Fußleiste
- besteht ebenfalls aus dem Drei-Löwen-Schild. Er wird von
einer "Volkskrone" genannten Blattkrone überwölbt,
wie sie in den deutschen Ländern nach 1918 als Symbol der Volkssouveränität
eingeführt worden war.